Mitte des vergangenen Jahres wurde bei der Planung einer Fördereinheit die Idee geboren, im Rahmen einer wöchentlichen Gruppe für soziales Kompetenztraining ein langfristiges Projekt durchzuführen. Hintergrund war die Überlegung, dass die Projektmethode mehrere positive Aspekte mit sich bringen könnte: Die Handlungsplanung wird trainiert, da die Gruppenteilnehmer wissen, welches Ergebnis am Ende des Projekts erreicht werden soll, aber gemeinsam überlegt werden muss, welche einzelnen Teilschritte notwendig sind, um das Ziel zu erreichen. Weiterhin werden in hohem Maße soziale Kompetenzen trainiert, die Teilnehmer müssen sich absprechen, gemeinsame Entscheidungen treffen und auch akzeptieren, wenn die eigenen Ideen nicht umgesetzt werden können, weil die Mehrheit sich dagegen entscheidet. Das erste Projekt war der Bau eines Hochbeets, neben den bereits erwähnten Vorteilen wurden zudem beim Handwerken die Grob- und Feinmotorik sowie die Wahrnehmung trainiert.

Da das Projekt „Hochbeet“ ein voller Erfolg war – mittlerweile steht es auf der Terrasse des Leuchtturms und wurde bereits bepflanzt – sollte an der Projektmethode festgehalten werden. Beim zweiten Projekt sollte schließlich ein Film gedreht werden. Die Teilnehmer hatten hierbei viele unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Zuerst mussten sie sich eine Geschichte überlegen, die auch verfilmt werden kann. Anschließend wurde das Drehbuch geschrieben und Dialoge angepasst. Doch wie sollte die Geschichte dargestellt werden? Spielen die Teilnehmer selbst oder wird die Geschichte mit Puppen „erzählt“? Nachdem dies geklärt war, wurde gedreht, geschnitten, synchronisiert, Musik ausgesucht und und und.
Das Ergebnis ist eine wundervolle Verfilmung der Fabel „Der Rabe und der Fuchs“, die Teilnehmer können stolz auf das Geleistete sein.