Verdienstmedaille für Vereinstätigkeit

Verdienstmedaille für Vereinstätigkeit

Verleihung der Verdienstmedaille im Schloss Bellevue 2017

Besuch bei unserem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zur Verleihung der Verdienstmedaille im Schloss Bellevue am 04.12.2017

 

Einladung zur Verleihung der Verdienstmedaille – Der Verein „Autismus Magdeburg“ e.V. gründete sich im April 1995 als Elterninitiative in Form einer Selbsthilfegruppe. Ein Jahr später erfolgte die Eintragung als Verein und seit dem ist er gemeinnützig tätig. Mitglieder des Vereins sind Eltern autistischer Kinder, Fachleute und interessierte Erzieher. Seit Dezember 2005 betreibt der Verein eine vom Jugendamt geförderte Tagesgruppenbetreuung. Zwei Jahre später wurde das ambulante Autismus Förder- und Therapiezentrum „Leuchtturm“ gegründet. Der Förderbedarf ist groß. Beide Einrichtungen des Vereins werden durch ehrenamtliche Tätigkeit der Vorstandsmitglieder betreut und bis 2015 auch ausschließlich ehrenamtlich geleitet. Zurzeit werden insgesamt 30 Kinder und Jugendliche von 24 pädagogischen Mitarbeitern gefördert.

Am 04. Dezember 2017 wurde dieses langjährige Engagement durch unseren Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier gewürdigt. Unsere Vereinsvorsitzende Martina Siesing erhielt die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland und der ganze Vorstand war zu diesem denkwürdigen Anlass ins Schloss Bellevue eingeladen. Dort empfing man uns mit großer Freundlichkeit und Wertschätzung. Bereits am Tag zuvor wurden alle geladenen Gäste ins Schloss gebeten. Es  wurde uns gezeigt und erklärt, was am nächsten Tag passieren wird. Die Atmosphäre war fröhlich und entspannt und man merkte überhaupt nicht, dass man sich in einem Hochsicherheitstrakt befindet. Wir erfuhren viel auch über frühere Bundespräsidenten und manch lustige Begebenheit wurde uns berichtet.

Am 04. Dezember war dann unser großer Tag. Fein herausgeputzt fuhren wir vom Hotel zum Schloss Bellevue. Die bekannte Tagesschausprecherin Susanne Daubner, die übrigens auch aus Sachsen-Anhalt und zwar aus Halle stammt, stellte die insgesamt 25 Ausgezeichneten vor und unser Bundespräsident überreichte den Verdienstorden.

Es war sehr spannend, wer da alles geehrt wurde. Von der Initiative „Rettet die Weißstörche“, über Kämpfer für Patientenrechte, Menschen, die Stasi- oder KZ-Gedenkstätten betreuen, ein Polizist, der Rettungshunde ausbildet, Sportler, Musiker, Ingenieure, Ärzte und Menschen aus der Diakonie oder Behindertenhilfe wie wir.

Auch der bekannte ehemalige Fußballnationalmannschaftsspieler Christoph Metzelder wurde geehrt, denn er hat sich auch schon in seiner aktiven Zeit gegen Kinderarmut, in der Aktion Herzenswünsche und für vieles andere engagiert.

Im Anschluss an die Ordensverleihung gab es einen Empfang, bei dem man uns so richtig verwöhnt hat. Wir stellten fest, dass man sogar so reichhaltige Gerichte wie Wildgulasch mit Rotkohl und Klößen in kleinsten Miniportionen servieren kann, von den uns ganz vielfältige Varianten immer wieder angeboten wurden.

Unser Bundespräsident nahm sich während des gesamten Empfangs Zeit für uns und war so freundlich und natürlich wie er auch im Fernsehen erscheint.

Für uns 5 Vorstandsfrauen war das ein ganz großartiges Erlebnis, das uns noch mehr als ohnehin schon zusammengeschweißt hat.

10 Jahre Autismus- Förder- und Therapiezentrum „Leuchtturm“

10 Jahre Autismus- Förder- und Therapiezentrum „Leuchtturm“

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Autismus- Förder- und Therapiezentrum „Leuchtturm“ fand am 17. September 2017 im Gesellschaftshaus in Magdeburg ein Benefizkonzert statt. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Familie Neuhaus, die sich sehr engagiert bei der Organisation der Veranstaltung zeigte. Dank auch dem Gesellschaftshaus, dass es möglich machte, dass in einem würdigen Rahmen so fantastische Musiker wie Plamen Kisselkov (Klavier), Viktoria Malkowski (Violine), Christoph Neuhaus (Klavier), Devgen Shtepa (Gitarre) und Christine Iglika Verständig (Flöte) ihre Fähigkeiten an den jeweiligen Instrumenten präsentieren konnten. Ein herzliches Dankeschön natürlich auch an die vielen Besucher. Wir haben uns sehr gefreut, dass zahlreiche Gäste der Einladung gefolgt waren und Werken von J.S. Bach, W.A. Mozart, F. Schubert, C. Debussy, F. Poulenc, S. Joplin lauschten.

 

Soziales Kompetenztraining in den Sommerferien (Teil 2)

Soziales Kompetenztraining in den Sommerferien (Teil 2)

Auch die weiteren Gruppen für soziales Kompetenztraining, die in den Ferien stattfanden, waren spannend für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen. Eine Gruppe tobte sich bei Sportspielen in der Turnhalle und im Freien aus, eine Gruppe war gemeinsam mit den Pädagogen zum Reiten, mit einer Gruppe wurde ein Film geschaut, der anschließend im gemeinsamen Gespräch ausgewertet wurde. Und zu guter Letzt gab es eine Schatzsuche im Elbauenpark, wobei der Schatz eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn war.
Neben dem Spaß an gemeinsamer Aktivität konnte bei allen Gruppen das soziale Miteinander gut trainiert werden.
Besuch von der Polizei

Besuch von der Polizei

Der Anlass war aber ein erfreulicher: Die Regionalbereichsbeamten der Polizei für den Bereich Ostelbien, Frau Hendrich und Herr Redmann, statteten dem Leuchtturm in der zweiten Ferienwoche einen Besuch ab. Im Rahmen einer Gruppe für soziales Kompetenztraining erklärten sie den Teilnehmern, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten sollen, um Gefahren abzuwehren. Die Theorie wurde anschließend in kleinen Übungen und Rollenspielen trainiert. Für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen war das spannend und lehrreich, und der Spaß kam natürlich auch nicht zu kurz. Toll war für die Teilnehmer auch, dass sie einen Polizeiwagen einmal aus nächster Nähe betrachten konnten. Doch nicht nur die Kinder und Jugendlichen konnten etwas lernen, auch die Polizisten wissen jetzt beispielsweise was eine Smiley-Uhr ist. Wir bedanken uns bei Frau Hendrich und Herrn Redmann für diesen schönen Tag!

Soziales Kompetenztraining in den Sommerferien (Teil 1)

Wie immer in den Ferien, finden auch in den Sommerferien viele soziale Kompetenztrainings statt.
Im Vordergrund steht dabei, die in den regulären Sokos erworbenen Fähigkeiten in einer anderen Gruppenkonstellation anzuwenden und dadurch zu trainieren. Die Anwesenheit der jeweiligen Bezugspädagogen gibt den Kindern und Jugendlichen die dafür notwendige Sicherheit.

Auf dem Programm standen dabei wieder verschiedene Aktivitäten. In der ersten Ferienwoche stand eigentlich eine Runde mit dem Tretboot auf dem Plan, leider war der Stadtpark zu dem Zeitpunkt aber noch wegen der Sturmschäden gesperrt, so dass wir mit den Kindern und Jugendlichen sportlichen Aktivitäten nachgingen. Insbesondere die Spiele und Übungen mit Schwung- und Dehntuch bereiteten allen viel Freude. Anschließend wurde noch gemeinsam gegrillt und gegessen, denn auch gemeinsame Mahlzeiten sind ein wichtiger sozialer Aspekt.

Eine andere Gruppe verbrachte eine schöne Zeit im Elbauenpark in Magdeburg. Neben verschiedenen Übungen zu sozialen Kompetenzen durfte auch ausgiebig getobt werden. Und das abschließende Picknick im Park durfte natürlich auch nicht fehlen!

Projekte im Rahmen des sozialen Kompetenztrainings

Mitte des vergangenen Jahres wurde bei der Planung einer Fördereinheit die Idee geboren, im Rahmen einer wöchentlichen Gruppe für soziales Kompetenztraining ein langfristiges Projekt durchzuführen. Hintergrund war die Überlegung, dass die Projektmethode mehrere positive Aspekte mit sich bringen könnte: Die Handlungsplanung wird trainiert, da die Gruppenteilnehmer wissen, welches Ergebnis am Ende des Projekts erreicht werden soll, aber gemeinsam überlegt werden muss, welche einzelnen Teilschritte notwendig sind, um das Ziel zu erreichen. Weiterhin werden in hohem Maße soziale Kompetenzen trainiert, die Teilnehmer müssen sich absprechen, gemeinsame Entscheidungen treffen und auch akzeptieren, wenn die eigenen Ideen nicht umgesetzt werden können, weil die Mehrheit sich dagegen entscheidet. Das erste Projekt war der Bau eines Hochbeets, neben den bereits erwähnten Vorteilen wurden zudem beim Handwerken die Grob- und Feinmotorik sowie die Wahrnehmung trainiert.

Da das Projekt „Hochbeet“ ein voller Erfolg war – mittlerweile steht es auf der Terrasse des Leuchtturms und wurde bereits bepflanzt – sollte an der Projektmethode festgehalten werden. Beim zweiten Projekt sollte schließlich ein Film gedreht werden. Die Teilnehmer hatten hierbei viele unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Zuerst mussten sie sich eine Geschichte überlegen, die auch verfilmt werden kann. Anschließend wurde das Drehbuch geschrieben und Dialoge angepasst. Doch wie sollte die Geschichte dargestellt werden? Spielen die Teilnehmer selbst oder wird die Geschichte mit Puppen „erzählt“? Nachdem dies geklärt war, wurde gedreht, geschnitten, synchronisiert, Musik ausgesucht und und und.
Das Ergebnis ist eine wundervolle Verfilmung der Fabel „Der Rabe und der Fuchs“, die Teilnehmer können stolz auf das Geleistete sein.